Decke und Architektur

Die Decke war bereits über Jahrhunderte hinweg ein Zeichen von symbolhafter Repräsentation. Barocke Bauwerke verlängerten die Decke zum Beispiel symbolisch bis in unendliche Höhen, während das Rokoko himmlische Elemente in irdischen Bauwerken manifestierte. Selbst im Jugendstil wurde die Gestaltung des Raumes bis in den Deckenbereich fortgeführt und der Raum wurde als ganzheitliches Element gestaltet.


Anschließend folgte dann jedoch die Rationalität der Neuzeit mit Gleichmäßigkeit, der Beschränkung auf das Wesentliche und einer hohen Kostensicherheit und – effizienz. Im Zuge der Industrialisierung und Technisierung des Innenraums wurde immer häufiger auf die sichere, rationale und revisionierbare Rasterdecke zurückgegriffen. Mit diesem Trend trat die Deckengestaltung als Teil des gesamtheitlichen Raumentwurfs immer weiter in den Hintergrund.

Doch auch dieser Trend wendet sich und immer mehr Architekten/innen und Gestalter/innen beschäftigen sich mit der Decke als essentiellem Raumelement und deren Wirkung auf den Menschen im Raum. Zusammen mit der Industrie und immer weiter ausgereiften Vorfertigungsmethoden lassen sich Decken entweder mit Hilfe von Modulen im Baukastensystem in moderne Modulbauten des Hochbaus einfügen oder aber mit dem Hintergrundwissen der möglichen Formenvielfältigkeit zu nahezu jeglicher Formenkonstruktion weiterentwickeln. Die Decke wird wieder zu einem der wichtigsten architektonischen Elemente und überzeugt durch ihre kraftvoll unterstützende Wirkung im Raum. Sie wird Teil des architektonischen Entwurfs und damit abgestimmter Einflussfaktor des Planungsprozesses auf den Menschen.

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